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Wieder drehen ohne Reue

Nachdem der japanische Bolide in den letzten Tagen das Ende der Lebensdauer seiner Lichtmaschine andeutete, habe ich mich entschieden doch noch einmal ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen und etwas am Auto zu bauen. In den letzten Monaten zeigte sich außerdem, dass der schon stark angegammelte Kühler kaum noch Kühlleistung hatte, was sich in einer Neigung zur Erhitzung bei höheren Drehzahlen zeigte. Kurzum: Lichtmaschine und Kühler waren fertig mit der Welt. Da der Ausbau des letzteren angenehm viel Arbeitsraum für ersteren bringt, sollte also beides getauscht werden. Letzte Woche also neue Teile besorgt und Samstag losgeschraubt.

Aber immer der Reihe nach: Samstagmorgen, noch kurz den Rechner an und ein bisschen Nachrichten schauen, bevor es los geht. Rechner sagt: Hmm Festplatte? Nie gehört den Namen. Aber ich bräuchte mal ein Bootmedium. Super, genau das habe ich jetzt gebraucht. Also Rechner wieder aus, grummelig rein ins Auto, Richtung Bauplatz. Flupp! Mobiler Passbildautomat unter der Gablenzbrücke. Na passt ja. Am Bauplatz angekommen kurz einen Überblick über die Aufgabe verschafft und entschieden eine Plasteabdeckung, die sonst vermutlich hin und wieder im Weg ist abzuschrauben. Da die Schrauben schon arg verrostet sind etwas Rostlöser drauf, Ratsche angesetzt und die Schrauben gelöst. Ein wenig Druck auf die Ratsche und zack, schon dreht es sich ganz leicht. Kunststück, denn die Schraube ist ja auch abgedreht, der Kopf steckt in der Nuss, der Rest noch immer im Auto. Nächste Schraube, gleiches Spiel: Leichter Druck und die Schraube ist abgedreht. Immerhin: Nach dem Start in den Tag ist eigentlich klar, dass sich das Auto dieses Wochenende nicht mehr bewegen wird, weil irgendetwas beim Zusammenbau explodieren wird. Foot in mouth

Die nächsten 3 Schrauben gehen dann tatsächlich relativ leicht raus, der Kühler lässt sich ohne die erwartete Sauerei leeren und demontieren. Sogar die Lichtmaschine ist in nach einer halben Stunde raus und die neue genauso schnell wieder drin. Das läuft alles viel zu gut, das macht mir Angst!

Aha, da ist er der erwartete Haken: Der Lüfter passt nicht an den neuen Kühler, die Löcher sind falsch. Immerhin: Innerhalb von einer halben Stunde ist ein neuer Halter gebaut und alles wieder montierfertig. Also rein mit dem neuen Kühler, angeschlossen und [Trommelwirbel...] passt! Da es mittlerweile später Nachmittag wird und schlagartig tierisch kalt wird (ich habe draußen auf das Auffahrt geschraubt), wird die Neubefüllung und Testlauf auf den nächsten Tag verschoben.

Neuer Tag, neues Glück: Anlage wieder mit Kühlwasser befüllt, Motor warmlaufen und, unglaublich aber wahr, alles dicht, alles gut. Also: endlich fertig. Ähh fast jedenfalls. Ihr erinnert euch? Die Plasteabdeckung? Also noch mal eine Stunde damit zugebracht die alten Schraubenreste auszubohren und eine neue Befestigung zu bauen. Aber dann war es wirklich fertig.

Und nun kann man nicht nur wieder bedenkenlos mit Licht fahren, man kann sogar endlich wieder Gas geben, ohne dass die Temperaturanzeige zur Obacht mahnt. Nur auf Autobahn, natürlich. Auf der Rückfahrt stand der mobile Passbildautomat dann auf der B76, zum Glück aber Richtung Gegenverkehr. Alles in allem also ein schwerer Start, aber ein versöhnliches Ende.

Übrigens installiere ich Nebenbei gerade Windows 7 auf einer neuen Festplatte. Vor gerade mal 36 Minuten habe ich angefangen und ich habe schon einen Windows Desktop, den IE 9 drauf und werde in ein paar Minuten auch wieder Fernsehen können. Das geht heutzutage wirklich mal schneller als früher. Cool

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