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Der Wiedereinstieg - Die Erste

Das erste Mal seit langem zurück auf der Enduro. Nach dem ersten "Ui so hoch war die doch früher nicht" stellt sich schnell wieder eine gewisse Gewohnheit ein und das Tempo wird höher, der Griff sicherer. Nun ja, bis zu den ersten zwei zügigen Wasserdurchfahrten. Schwupps, der Fahrer komplett ist nass, das Mopped sowieso. Erster kann 's ab, letzteres nicht. Der Bock zickt sofort und versagt den Dienst.

Ein paar (mal mehr...) kräftig auf den Kickstarter, der Motor läuft, aber an Gasannahme ist nicht zu denken. Also ein bisschen rödeln lassen, langsam aber sicher scheint das Wasser sich aus den Öffnungen zu verziehen und der Bock wird wieder willig. Also weiter geht's, von jetzt an etwas ruhiger durchs Wasser. Naja, wenn es geht. Ein größeres Wasserloch gibt sich leider etwas spät zu erkennen und ist auch tiefer als Gedacht. Erneut ein Schwupps, diesmal wird bis zum Helm geduscht. Diesmal ist's umgekehrt: Der Bock hat's gut überstanden, der Fahrer weniger begeistert.

Keine Zeit zum Meckern, Kilometer spulen!

Von jetzt an geht's gut. Mitten im Wald kommt mir der Besitzer der kleinen KTM mit Fahrrad und Hund entgegen. Ein kurzer Plausch, weiter geht's.

Ein paar Kilometer weiter: Hey, nette Ecke, da kann man richtig reinhalten. Gesagt, getan. Rum, Gas auf. Das Hinterrad deckt die kleine Moosschicht von der Wurzel ab, kann sich mit dem nassen Holz selbiger nicht einigen, versucht also zu entkommen. Zügig überholt das Hinterrad das Vorderrad, selbiges weicht daher nach links aus und macht es sich im Erdwall bequem. Das ganze Mopped findet die Idee gut. Der Fahrer zwar nicht, gibt aber nach und legt sein Bein schützend und ehrfurchtsvoll zwischen Motorrad und Erdwall. Nett von ihm Smile. Freikämpfen, aufstehen, wichtige und unwichtige Teile wieder gerade biegen, ordentlich auf den Kickstarter einprügeln (was bin ich froh, dass es in Spanien E-Starter gibt), umdrehen (also zurück in die Richtung in die man eigentlich wollte) und wieder weiter.

Die letzten Kilometer sind zügig und unspektakulär. Alles in allem eine normale Ausfahrt mit einer Enduro.

Was bleibt? Erkenntnisse die nicht neu, aber in Vergessenheit geraten sind:

  • Enduro fahren ist doch mehr als nur Motorrad fahren auf Sand
  • Jeder Euro der in Protektoren (oder Beamtendeutsch: "Fixierungshilfe", quasi ein Gips zum Umschnallen als Schutz vor einem dauerhaften Gips) gesteckt wird ist ein guter Euro
  • Wer nicht stürzt ist nicht gefahren sondern gerollert.
  • Enduro fahren macht Spaß! (wo sonst kann man in freier Natur 500m neben einer Herde Rehe umherfahren)
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