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Kurvenhatz im Harz und Umgebung

Sonntagmorgen, 08:00 Uhr. Der Wecker klingelt, aber Körper und Geist sind sich einig: Das muss ein Fehlalarm sein, einfach ignorieren! Naja irgendwie habe ich mich dann doch noch hochgequält und um 09:15 dann auch endlich das Motorrad beladen. Bereit zur Abfahrt und das nur 15 Minuten nach dem Zeitplan, Respekt. Der Himmel ist zwar gnädig und hält die Schleusen geschlossen, aber der allgegenwärtige Wasserfilm auf den Straßen sorgt dafür, dass man trotzdem kräftig durchnässt. Nasse Straßen, Sonntagsfahrer (wo kommen die eigentlich alle her?), der Drang den Kaffee wieder heraus zu lassen und die ein oder andere Baustelle sorgen dann dafür, dass ich gut 30 Minuten zu spät am Treffpunkt in Dömitz bin. Aber: die Sonne lacht endlich und der Harz ruft. Gute Laune macht sich bei uns beiden breit.

Also kurze Streckenplanung. Schierke als Tagesziel auserkoren, rauf auf den Bock und ab geht die Post. Abends sind wir in einer Pension in Schierke eingekehrt und haben die wohl zarteste Hachse, die man so machen kann, gegessen. Super lecker, schade nur dass 500g Hachse eher Vorspeisencharacter haben.

Am Montagmorgen lacht uns die Sonne entgegen und lädt uns ein, den Harz zu erforschen. Natürlich nehmen wir die Einladung an und bewegen die Moppeds hin und wieder auch mal ein bisschen schräg ums Eck. Alles ganz entspannt versteht sich, wir sind ja nicht zu rasen da.  Die örtliche Rennleitung ist auch äußerst freundlich und weist mit großen Hinweistafeln auf landschaftlich besonders reizvolle Strecken hin: "Viele Motorradunfälle" oder "Sturzgefahr 36 mal" (na wer weiß von welchem Berg ich rede?).

Hervorragend war die Idee von Auer, den Kyffhäuser hoch zu fahren. Wer dort einmal hoch ist, weiß warum dieses Stück Straße in allen Foren berühmt berüchtigt ist. Abends sind wir dann bei Auers Verwandten im Thüringer Wald eingekehrt. Echte Thüringer Bratwurst satt. Himmlisch!

Dienstag ging's dann zurück in den Harz, hier und da Kurven gesucht und gefunden.

Und am Mittwoch war dann leider auch schon Schluss. Noch eine ausgedehnte Runde durch den Harz und rauf auf die B3 Richtung Hamburg, Die mühsam erarbeiteten Rundungen im Reifen weichen schon kurzer Zeit einer flachen Ebene. Und die Tatsache, dass auf die "Vorsicht Kurve"-Schilder keine Kurve folgt lässt und sicher sein: Wir sind wieder im Norddeutschen Flachland.

Was bleibt?

  • Ein deutlich geändertes Verhältnis zu Kurven,
  • ein deutlich verbessertes Verhältnis zu deutschen Mittelgebirgen und
  • die Gewissheit, dass ich zurückkehren werde!

Comments (1) -

  • Auer

    10/1/2009 4:36:42 PM |

    Ich würde sagen nächstes Jahr wieder nur diesmal in Begleitung der süßen Engländerin!!!

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