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Flos kleines Blog

Fast hätte ich was nettes über Kiel gesagt...

...aber dann nahm meine Radtour ja doch noch eine "kleine" Wendung.

Aber von Anfang an: Das Wetter ist gut, der Vorsatz schon lange da, also ab auf's Rad und los geht's. Vor der Abfahrt noch mal abgewägt was man denn mitnimmt, letztendlich die Entscheidung: Nix da, Geld drückt nur in der Tasche! Fahrrad, Handy, GPS Logger das reicht! Ab über die Hochbrücke runter zum Kanal grobe Richtung Levensauer Brücke. Nettes Fleckchen, da hat Kiel ja doch was nettes an sich. Leider haben sich das wohl auch alle anderen Kieler gedacht und somit geht es am Kanal mangels Klinkel am Rad nur im Schrittempo voran.

Naja irgendwann wir die Strecke freier, das radeln fängt sogar an Spaß zu machen. Bis sich das Hinterrad auf einmal auffallend schwammig und matschig anfühlt. Also anhalten und Sichtprüfung. Der Fall ist klar: Hinterrad platt. Anscheinden haben die tausenden grünen Becks-Scherben, von denen es auf Kiels Schotterwegen fast mehr als Steinchen gibt, ganze Arbeit geleistet. Die Tatsache, dass ich vor der Abfahrt noch mal den Reifendruck auf 6 bar erhöht habe, tat vermutlich sein übriges dafür. Kein Reifenpilot dabei. Bleibt also nur eins: Schieben!

Kurz geprüft: Levensauer Brücke wenige Meter voraus, also etwa halber geplanter Weg hinter mir. Super! Murphys Law! Umdrehen lohnt nicht, also frei geradeaus. Auf der Levensauer eine Gruppe Mädels beim Jungesellinnen-Abschied. Ob ich sie freikaufen würde? Klar! Ach super, mein Geld liegt wohlbehalten zu Hause. Tolle Entscheidung! 3 Wochen hatte sie noch bis zur Hochzeit, hätte gereicht um sie zu konvertieren. ;-) Naja ohne Moos nix los. Also weitergeschoben!

Nach einem Kilometer eine Bushaltestelle. Und ein Bus kommt auch gerade. Super, könnte man jetzt mitfahren - wenn man Geld mit hätte. GRMPF! Also weitergeschoben!

Dank Handy und GPS Maus ein paar Abkürzungen durch die Kieler Kleingartenkolonieen. Wirklich kürzer ist der Weg darduch allerdings nicht. Denn schließlich ist da ja noch immer die B76, die nur wenige Fußgängerpassagen bietet. Gott sei dank habe ich nicht meine bequemen Sportschuhe an. Das führt dazu, dass ich die letzten 2 Kilometer dann auch noch Luftbereift laufe.

Naja irgendwann war ich jedenfalls wieder halbwegs heil zu Hause. Und Sport hatte ich ja: Mehr als mir lieb war!

Somit bestätigt sich mein Glück mit Zweirrädern: Auf jede Stunde fahren folgt eine Stunde Schrauben! Dienstag erst mal Montiereisen kaufen und Schlauch flicken. Und Reifenpilot für die nächste Tour besorgen!

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