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Flos kleines Blog

Zwei Tage, bis wir wieder hier sind...

In der sehr coolen Doku "Long Way Round" standen die beiden Hauptdarsteller Ewan McGregor und Charley Boorman in der asiatischen Einöde vor einer zerstörten Brücke. Ein Einheimischer erklärte ihnen, dass Sie einen Tag nach Süden fahren müssten, dort wäre eine Möglichkeit zur Überquerung des Flusses. Anschließend wieder einen Tag nach Norden, dann wären Sie schon dort drüben, wenige Meter von ihrem aktuellen Standort entfernt. Da sie keine andere Wahl hatten, folgten Sie dem Weg.

Zwei Tage Weg beschreiten um wenige Meter weit zu kommen, das erscheint in Mitteleuropa unmöglich. Dabei findet sich das Ganze auch hier regelmäßig - im übertragenen Sinne. Ich selbst habe mich vor ein paar Tagen entschieden die Verfügbarkeitsabfrage für die Ferienwohnung meiner Eltern (http://www.ferien-in-mirow.de) technologisch zu arbeiten. Die Abende diese Woche bestanden also darin, die ASP.NET Postback basierte Abfrage durch eine Kombination aus JavaScript, JQuery, KnockoutJS und REST Service zu ersetzen. Heute war GoLive.

Was ist neu? Nichts, die Funktionalität selbst ist praktisch identisch. Die Usability ist etwas besser, die Browser-Kompatibilität deutlich geringer. Drei Schritte vor, zwei zurück. Ich habe die ganze Woche gearbeitet, um mich ein paar Zentimeter zu bewegen. Warum das Alles? Klarer Fall: Neugier! Der Weg ist das Ziel, das weiß jeder Motorradfahrer. Wer rastet, der rostet. Wir müssen in Bewegung bleiben, sonst sterben wir - im übertragenen Sinne.

So genug Phrasen gedroschen. Charley Boorman hat nach "Long Way Round" und "Long Way Down" übrigens noch einige Reisedokus gemacht, viele davon sehr sehenswert. Im Juni habe ich ihn auf der Isle of Man getroffen und die nächste große Reise ist in der Mache.

Schufa - Oder wie ich mir die Daten schön rechne...

Vor ein paar Wochen kam ich irgendwie auf das Thema Schufa. Und da habe ich mir gedacht, ich könnte mir ja mal kostenlos meine Auskunft unter https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3_1 bestellen. Achtung, auf dem Antrag gibt es rechts auch eine Box mit der man kostenpflichtig bestellen kann, die sollte man natürlich leer lassen.

Gesagt. Getan.

Heute kam die Auswertung und das Resultat ist wirklich witzig. Zunächst einmal gibt es alte Wohnorte, an denen weder ich, noch jemand aus meiner Familie je gewohnt hat. Lustigerweise eine ganz gute Wohngegend, die sich sicher positiv auf meine Bewertung auswirkt. Ich habe auch einen Verdacht woher dies kommen könnte. Es ist schon interessant welche Daten die Schufa (fälschlicherweise) miteinander verknüpft.

Negativ wirkt sich die Laufzeit meiner Kreditkartenverträge aus. Offensichtlich ist es äußert von Nachteil, wenn man in einem Unternehmen gearbeitet hat, dass mal die Kreditkartenfirma gewechselt hat. Und wenn man dann das Unternehmen auch noch verlässt, so dass der neue (Firmenkredikarten-)Vertrag schon wieder nur recht kurz läuft, so senkt dies die Bonität.

Alles in allem kann ich aber nicht klagen über mein Ranking :) Ich kann jedem nur empfehlen die Daten mal kostenlos abzufragen. Es gibt sicher das eine oder andere "Aha" Erlebnis.

Neuer Server, Neues Glück

So nach einigen Monaten Blog-Abstinenz, nicht denen viel passiert ist, mal wieder eine neue Nachricht. Was ist so passiert, naja primär der Jobwechsel, von Avanade (ehemals eCONNEX) zu ITVT. Damit sollte eigentlich auch ein örtlicher Wechsel von Kiel nach Hamburg verbunden sein, aber das lässt gerade noch auf sich warten. Naja bald.

Auslöser für diesen neuen Blog Post ist allerdings was ganz anderes. Nämlich die Tatsache, dass ich servertechnisch aufgerüstet habe und auf ein leistungsfähigeres System umgestiegen bin. Nebenbei auch gleich noch ein verteiltes System, so dass sporadische Ausfälle wo sich SQL und IIS um Ressourcen gestritten haben auch der Vergangenheit angehören sollten. Geiler-Macker.de macht den Anfang und muss jetzt zeigen wie stabil die gesicherterte Verbindung zwischen den beiden ist. Dann werden die nächsten Seiten folgen. Schauen wir mal was meine Administrationskenntnisse so hergeben.

Wieder drehen ohne Reue

Nachdem der japanische Bolide in den letzten Tagen das Ende der Lebensdauer seiner Lichtmaschine andeutete, habe ich mich entschieden doch noch einmal ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen und etwas am Auto zu bauen. In den letzten Monaten zeigte sich außerdem, dass der schon stark angegammelte Kühler kaum noch Kühlleistung hatte, was sich in einer Neigung zur Erhitzung bei höheren Drehzahlen zeigte. Kurzum: Lichtmaschine und Kühler waren fertig mit der Welt. Da der Ausbau des letzteren angenehm viel Arbeitsraum für ersteren bringt, sollte also beides getauscht werden. Letzte Woche also neue Teile besorgt und Samstag losgeschraubt.

Aber immer der Reihe nach: Samstagmorgen, noch kurz den Rechner an und ein bisschen Nachrichten schauen, bevor es los geht. Rechner sagt: Hmm Festplatte? Nie gehört den Namen. Aber ich bräuchte mal ein Bootmedium. Super, genau das habe ich jetzt gebraucht. Also Rechner wieder aus, grummelig rein ins Auto, Richtung Bauplatz. Flupp! Mobiler Passbildautomat unter der Gablenzbrücke. Na passt ja. Am Bauplatz angekommen kurz einen Überblick über die Aufgabe verschafft und entschieden eine Plasteabdeckung, die sonst vermutlich hin und wieder im Weg ist abzuschrauben. Da die Schrauben schon arg verrostet sind etwas Rostlöser drauf, Ratsche angesetzt und die Schrauben gelöst. Ein wenig Druck auf die Ratsche und zack, schon dreht es sich ganz leicht. Kunststück, denn die Schraube ist ja auch abgedreht, der Kopf steckt in der Nuss, der Rest noch immer im Auto. Nächste Schraube, gleiches Spiel: Leichter Druck und die Schraube ist abgedreht. Immerhin: Nach dem Start in den Tag ist eigentlich klar, dass sich das Auto dieses Wochenende nicht mehr bewegen wird, weil irgendetwas beim Zusammenbau explodieren wird. Foot in mouth

Die nächsten 3 Schrauben gehen dann tatsächlich relativ leicht raus, der Kühler lässt sich ohne die erwartete Sauerei leeren und demontieren. Sogar die Lichtmaschine ist in nach einer halben Stunde raus und die neue genauso schnell wieder drin. Das läuft alles viel zu gut, das macht mir Angst!

Aha, da ist er der erwartete Haken: Der Lüfter passt nicht an den neuen Kühler, die Löcher sind falsch. Immerhin: Innerhalb von einer halben Stunde ist ein neuer Halter gebaut und alles wieder montierfertig. Also rein mit dem neuen Kühler, angeschlossen und [Trommelwirbel...] passt! Da es mittlerweile später Nachmittag wird und schlagartig tierisch kalt wird (ich habe draußen auf das Auffahrt geschraubt), wird die Neubefüllung und Testlauf auf den nächsten Tag verschoben.

Neuer Tag, neues Glück: Anlage wieder mit Kühlwasser befüllt, Motor warmlaufen und, unglaublich aber wahr, alles dicht, alles gut. Also: endlich fertig. Ähh fast jedenfalls. Ihr erinnert euch? Die Plasteabdeckung? Also noch mal eine Stunde damit zugebracht die alten Schraubenreste auszubohren und eine neue Befestigung zu bauen. Aber dann war es wirklich fertig.

Und nun kann man nicht nur wieder bedenkenlos mit Licht fahren, man kann sogar endlich wieder Gas geben, ohne dass die Temperaturanzeige zur Obacht mahnt. Nur auf Autobahn, natürlich. Auf der Rückfahrt stand der mobile Passbildautomat dann auf der B76, zum Glück aber Richtung Gegenverkehr. Alles in allem also ein schwerer Start, aber ein versöhnliches Ende.

Übrigens installiere ich Nebenbei gerade Windows 7 auf einer neuen Festplatte. Vor gerade mal 36 Minuten habe ich angefangen und ich habe schon einen Windows Desktop, den IE 9 drauf und werde in ein paar Minuten auch wieder Fernsehen können. Das geht heutzutage wirklich mal schneller als früher. Cool

Mal wieder was Neues...

Endlich finde ich mal wieder Zeit um mich um das leidige Thema "Interne IT" Cool zu kümmern. So langsam geht mir der Kommentar-Spam in diesem Blog gehörig auf die Nerven. Von selbigem bekommt man als Besucher dank Moderation nichts mit. Und auch den Spammern nutzt es nichts, denn ihre Kommentare werden ja nie veröffentlicht, aber das scheint sie nicht abzuhalten: die letzten Tage kamen im Schnitt 10 Mails über "neue Kommentare". Lange Rede, kurzer Sinn: Update auf die aktuelle Version und Aktivierung von reCAPTCHA. Mit diesem Captcha Code sollte hoffentlich erstmal Ruhe sein.

Ganz nebenbei habe ich privat jetzt auch auf IE9 Beta geschwenkt: Zahlreiche Seiten sind offensichtlich noch nicht auf IE9 Optimiert und zeigen sich hier und da noch leicht verschoben. (Das trifft übrigens auch für dieses Blog zu Foot in mouth) Aber funktionieren tun bisher alle und auch Abstürze habe ich noch nicht erlebt. Die Performance ist auf jeden Fall auch jetzt schon sehr beeindruckend.

5 Megapixel? 70 Gigapixel!

Eine Kamera mit 5 Megapixel? Kinderkram. Das größte Digitalfoto der Welt derzeit hat 70 Gigapixel. Ein Panoramabild von Budapest, komplett gehostet in der Cloud von Microsoft: Windows Azure. Die Darstellung übernimmt Microsoft Silverlight.

Die Darstellung ist auf jeden Fall sehr beeindruckend. Auf maximalem Zoomleven kann man bei Häusern einzelne Steine erkennen, bei denen das Haus in minimalem Zoomlevel höchstens als einzelner Pixel zu erkennen ist. Ausgedruckt würde das ganze eine 156 Meter lange und 31 Meter hohe Tapete ergeben. Die finale Datei hat satte 350 GB. Wohlgemerkt: In einer einzigen Datei.

Beeindruckende Zahlen, aber ein noch viel beeindruckenderes Bild also, das Ganze sollte man sich ruhig einmal ansehen:
http://70gigapixel.cloudapp.net/index_en.html.