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Flos kleines Blog

Ein schöner Tag zum Schrauben...

Der Startschuss

15:30: Auf geht's schnell die Fußrasten tauschen, dann die Bremsschläuche wechseln und noch fix die Federbeine ausbauen. Bis 20:00 Uhr bin ich damit durch.

Teilstrecke 1: Die Fußrasten.

16:30: Scheiß Buchsen für die Fußrasten! Aber jetzt wo man weiß wie's geht dauert's ja nicht mehr lange...
16:45: Man gingen die schwer rein, aber jetzt sitzt es. Hmm Moment mal, das ist doch jetzt genau falsch herum! MIST, sind die beim runterfallen vorhin doch vertauscht!
16:47: Nix zu machen, geht nicht mehr raus. Also Gelenk zersägen, einmal für den Müll gekauft! <KRAFTAUSDRÜCKE ZENSIERT />
17:15: So Rasten sind dran, bis auf die eine zersägte natürlich. Aber ich will das heute fertig bekommen, also auf zu Louis, neues Gelenkkit kaufen.
17:45: Gelenkkit bei Louis bekommen (jipee), aber Stau an der Kasse. Also Blick schweifen lassen... Nein, standhaft bleiben, es wird nichts weiter gekauft... Moment mal, die Bohrung in dem Gelenkkit sieht aber groß aus... Da steht ja auch Yamaha drauf!? - Ich bin endlich dran an der Kasse - Moment, muss noch mal zurück. Wieder an die Technik-Theke: "Hey Baby ich glaube du hast mir da falsche gegeben!" - "Kann nicht sein, siehst du hier da im Computer steht's: GSX 600 F" - "Ja da steht aber auch die Artikelnummer 28, und ich habe hier die 20 von dir bekommen" - "Upps, ich schau mal ob wir die anderen auch da haben". Hatten sie, also weiter gehts.
18:30: Rasten sind vollständig montiert. Also schnell die Verkleidung runter rupfen und Bremsschläuche tauschen.

Teilstrecke 2: Der Blinker

18:45: Hmm der Blinker war ja auch defekt, Ach, mache ich noch schnell heil, kann ja nicht lange dauern.
19:30: Blinker frisch gelötet. Jetzt wird aber wirklich mit den Bremsschläuchen begonnen.

Teilstrecke 3: Die Bremsschläuche

20:00: Mann sitzt der Scheiß fest. Hat der Monteur wohl von Kraft geträumt.
21:15: Neue Schläuche sind dran, noch schnell auffüllen, dann Feierabend.
21:45: Da will partout keine Flüssigkeit unten ankommen. Probieren wir es mal auf der anderen Seite... Pump Pump Pump - FFFFFSCHHHHHHH - Jippee, es passt - RÖCHEL RÖCHEL RÖCHEL - Nicht aufgepasst, Reservoir leer, System zieht Luft. Alles umsonst, also von vorne... <KRAFTAUSDRÜCKE ZENSIERT />
22:15: 3 von 4 Nippeln wunderbar entlüftet. Aber an Nippel 4 kommt einfach weder Luft noch Flüssigkeit an. <KRAFTAUSDRÜCKE ZENSIERT /> Da steckt der Wurm drin. Ist das etwa auch der Grund für die unlinerare Bremskraftverteilung? Also ordentlich Unterdruck aufbauen und parallel mal kräftig am Bremshebel ziehen: FUMP! FFFFFSCHHHHHHHHH! Yes endlich, der Pfropfen hat sich scheinbar gelöst. Alles wird gut.
22:45: Tatsächlich! Es scheint vollbracht. Also Aufräumen, Werkzeug von der Bremsflüssigkeit putzen, Feierabend!

Das Ziel

23:10: Feierabend! Die Federbeine jedenfalls bleiben erstmal da wo sie sind. Für heute zumindest.

Die Siegesfeier

23:30: Das letzte Fump des Tage stammt vom Feierabendbier, das jetzt endlich aufgerissen wird.

Es bleibt die Erkenntnis: Nur wer selber schraubt baut auch eine Beziehung zu seinem Bock auf!

Sachsenring 2009

Ich gebe ja zu, einen Monat nach dem Event ist nicht wirklich frisch, aber immerhin...

Wie jedes Jahr, gab's auch dieses Jahr wieder den obligatorischen Ritt zur MotoGP am Sachsenring. Und wie jedes Jahr war es vor allem eines: SUPER! Nur der Wettergott hatt dieses Jahr keine echte Gnade, und hat die Vorzeichen einfach mal umgekehrt: Hatten wir sonst immer maues Wetter bei den Anfahrt und besten Wetter Vor Ort, war es diesmal umgekehrt: Donnerstag feinstes Wetter, Freitag so la la, Samstag ganz guselig. Um ernsthafte Gesundheitsschäden durch die besonders regendurchlässigen Regenjacken zu vermeiden haben wir dann nach MotoGP abgebrochen. Sonntag und Montag waren nicht gut, aber zumindest trocken.

Die Suzi hat auf jeden Fall die Sache ohne zu murren gemeistert und die Investition in neue Reifen hat sich gelohnt.

Aber eigentlich brauche ich selbst ja gar nicht viel schreiben. einen vorbildlichen Bericht hat einer unser Mitfahrer geschrieben: http://hgtclub.blogspot.com/2009/07/sachsenring-2009-ii.html.

Mopped günstig abzugeben... Oder: mein Leben mit der Suzuki...

Nach einem etwas holprigen (und etwas späten...) Start in die neue Saison verliefen die ersten Tausend Testkilometer in meinem Urlaub ja erstaunlich problemlos. Bis dann vor anderthalb Wochen nach nur 20 Kilometern die hintere Bremsanlage einen Totalausfall produzierte. Nach der üblichen Runde Matthies, Louis (wo man mich wohl langsam zum Inventar zählt) und Suzuki hatte ich dann auch alle Teile zusammen. Diesmal keine Kompromisse, lieber alles neu: Scheibe, Kolben, Dichtungen. Das Wochenende winkt, also heute Bollerwagen gegen Schraubenschlüssel getauscht und Bock fertigmachen.

In der Werkstatt angekommen gleich die richtige Begrüßung: Kein Loctite mehr da! Die Scheiben bekommen wir also heute nicht mehr fest. Na super, aber nicht schlimm. das kann man auch morgen Abend noch 1-fix-3 machen. Damit ist dann also auch der "folgendes bekommen wir doch nicht fertig"-Teil abgehakt und der Rest kann nur noch besser werden.

Denkste, aber dazu gleich. Also: Bremssattel runter, auseinander, Kolben raus, reinigen, neue Kolben rein. Kolben Nummer eins geht recht schwer, aber ein wenig mehr Druck und er rutscht Stück für Stück weiter rein. Zumindest fast, kurz vor Ende ist Schluss. Skepsis macht sich breit, aber wird schon korrekt sein, sah schließlich alles gut aus. Also Kolben zwei, ansetzen und fluscht - hmm schon drin !? Das ging irgendwie viel einfacher als Nummer eins.

Also Nummer eins noch mal raus. Druckluft ran und - nichts. Keinen Millimeter bewegt er sicht. Also mit Zange und Gewalt raus damit. Deutliche Schleifspuren am Kolben und im Sattel. Noch eine Trockenprobe: Jupp der Sattel ist hin, Die Kolben verkanten immer darin. Das dürfte dann auch der Grund für den Kolbenklemmer und damit dem Ausfall der Bremsanlage gewesen sein.

Einen neuen Sattel habe ich natürlich nicht da. Also Projekt Bremsenreparatur erstmal wieder gestorben. Auf ein Neues: Morgen die üblichen verdächtigen Zwecks Ersatzteilen abklappern und hoffen, dass die Bestellungen nicht so lange brauchen und die Teile erschwinglich sind.

Immerhin: Das Bier und das Fleisch vom Grill am Abend haben trotzdem geschmeckt. Und einen schönen Sonnenuntergang gab's auf der Heimfahrt (mit dem Auto) obendrein.